Lohplatz mit Zwiebeln und Mohn

Bei uns im Mühlviertel wird Mohn angebaut und wenn die Pflanzen blühen, erfreuen rote, weiße oder rosa Felder das Auge. Viel zu selten landet Mohn jedoch in herzhaften Gerichten. Immanuel hat mir gezeigt, wie man einen in Mittelhessen typischen Lohplatz – auch Schmierkuchen genannt – zubereitet.
Hier das Rezept vom Ernährungswissenschaftler Immanuel Stricker:
für ein mittelgroßes Backblech, 4 Personen
Brotteig / Sauerteig
- 200 g Roggenmehl
- 200 g Pizzamehl (Tipo 00 oder Weizenmehl 480/405)
- ca. 200 ml lauwarmes Wasser
- ca. 150 g aktiver Sauerteig
- 10 g Salz
Zubereitung Teig:
Alle Zutaten zu einem weichen, glatten Teig verkneten. Abgedeckt 3-4 Stunden gehen lassen oder über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
Den Teig auf ein gut geöltes Backblech geben und vorsichtig ausziehen oder ausrollen.
Kartoffelmasse / Belag
- 500 g gekochte Kartoffeln vom Vortag
- 250 g Topfen / Quark
- 250 g Sauerrahm / Saure Sahne
- 1 Ei
- 2-3 EL ÖI
- Salz nach Belieben
Belag:
- Mohn nach Belieben
- 2-3 Zwiebeln und (vegane) Speckwürfel nach Belieben
Kartoffeln schälen und grob reiben oder pressen. Topfen, Saure Sahne, Ei, Öl, Mehl und Salz unterrühren. So viel Milch zugeben, bis eine gut streichfähige Masse entsteht. Die Masse gleichmäßig auf dem Teig verteilen und mit Mohn bestreuen.
Zwiebeln in Ringe schneiden und in etwas Öl leicht anrösten (glasig, nicht bräunen).
Bei 220 °C Ober-/Unterhitze für ca. 35 Minuten backen. Nach ca. 20 Minuten Backzeit die Zwiebelringe auf den Lohplatz legen, damit sie saftig bleiben und nicht zu dunkel werden.
Der Lohplatz ist fertig, wenn der Rand knusprig und der Belag schön goldgelb ist.
Küchenwaage, Nudelholz, Backblech, Kartoffelpresse oder Reibe
220 °C Ober- und Unterhitze etwa 35 Minuten
Wir hatten einen Nero d’Avola, den Immanuels Onkel mit sizilianischen Trauben in Kampanien vinifiziert hat. Die Kombination aus traditionell hessischem Essen und einem süditalienischen Wein war hervorragend!